• multiple-healings

Den goldenen Mittelweg finden

“To return to the root is to find peace. / To find peace is to fulfill one’s destiny.” – Tao Te Ching


Den goldenen Mittelweg finden – ein Thema, das mich schon sehr, sehr lange beschäftigt. Lange Zeit kannte ich nur Extreme: Schwarz oder Weiß, viel zu viel oder gar nichts, gut oder schlecht, dick oder dünn … und auch heute muss ich mich manchmal immer noch daran erinnern, dass in der Mitte die wahre Kraft liegt.


Mein extremstes Extrem

Am stärksten hat sich mein Denken und Leben in Extremen wohl damals in meiner Essstörung gezeigt, über die ich noch einmal einen separaten Artikel schreiben werde. Ich fand mich lange Zeit viel zu dick und fühlte mich unglaublich unwohl in meinem Körper. Irgendwann kam ich an einen Punkt, an dem ich mich nicht mehr selbst im Spiegel anschauen konnte. Es reichte mir! Ich reichte mir. (Wobei ich im Nachhinein betrachtet nie dick war, sondern nicht dem krankhaft dünnem Ideal in meinem Kopf entsprach. Es war alles nur in meinem Kopf, aber dazu mehr in einem anderen Artikel.)


Also fing ich an, jeden Tag um 05:00 Uhr morgens aufzustehen, eine Stunde zu laufen und maximal 1200 Kalorien am Tag zu essen und natürlich nur gesund und komplett „clean“. Zucker, Kohlenhydrate (ab mittags), Junk Food, Fast Food, Kuchen, Alkohol und alles, was mit Gönnen sowie Genießen zu tun hatte, hatte Haus- bzw. Mundverbot.



In dieser Spirale lebte ich über drei Jahre, bis ich einfach nicht mehr konnte. Und dann begann die Phase, in der ich alles aß, was ich mir bis dahin verboten hatte. Ich kannte keinen Halt mehr und die Motivation zum Joggen hatte sich komplett verabschiedet. Das Verrückte dabei ist: Weder in der einen noch in der anderen Phase war ich glücklich und mit mir zufrieden. Denn ich lebte ein Extrem.



Schule & Studium: Druck, Druck und noch mehr Druck

Wenn es um meine schulischen und universitären Leistungen ging, kannte ich nur ein Extrem: Vollgas. So viel lernen wie nur möglich, auf alles vorbereitet sein, um ja die besten Noten zu schreiben, damit ich dann den Studienplatz und später den Arbeitsplatz meiner Wahl bekommen würde. Ich dachte immer mindestens zwei Schritte voraus und setze mich ununterbrochen unter Druck. Einen anderen Modus Operandi kannte ich nicht. Ich funktioniert und lieferte. Deshalb musste es natürlich auch die Leistungsprofilklasse sein, damit ich ein Schuljahr überspringen konnte und noch schneller fertig war, noch mehr glänzen konnte und natürlich noch mehr Leistungsdruck hatte. Druck, Druck und nochmal Druck.


Als ich dann nach zwei Semestern mein Unternehmensjura-Studium abbrach, brach für mich eine Welt zusammen. Ich war die absolute Versagerin und konnte nicht einmal ein Studium durchziehen. (Auch hier: Es war alles nur in meinem Kopf. Es ist überhaupt nicht schlimm, seinen Studiengang zu wechseln oder ganz was anderes zu machen. Doch damals war es für mich das Schlimmste.) Deshalb musste ich mich im neuen Studium um so mehr anstrengen, umso besser sein. Um allen zu beweisen, dass sich der Wechsel gelohnt hat.


Ein anderer, entspannterer Ansatz

Doch ein Semester versuchte ich es mal ganz anders: Ich nahm den Druck raus, lernte so viel, wie ich schaffte und sich richtig anfühlte und ging das Ganze entspannt und zuversichtlich an. Und weißt du was? In diesem Semester hatte ich die besten Noten ;).


Das war das erste Mal, das mir so langsam klar wurde, dass ich das Leben bisher falsch angegangen war, dass es vielleicht auch leichter, einfacher ging. Doch damals konnte ich noch nicht aus meinem Hamsterrad aussteigen. Ich machte mir weiterhin in allen Bereichen Druck.


Die MS, die alles auf den Kopf stellt

Dann kam meine Diagnose – Schockzustand. Boden unter den Füßen weg. Alles ausgehebelt. Was jetzt?


Ich las viele Bücher, Broschüren und Artikel. Schnell wurde mir klar, dass Ernährung für meinen Heilungsprozess eine wichtige Rolle spielt und ich beschloss, mich vegan und so gesund wie nur möglich zu ernähren. Doch ich wusste, dass ich besonders aufpassen musste, um nicht wieder in mein altes Muster abzurutschen, mein altes Extrem. Und das war alles andere als leicht. Es galt, meine ganz eigene Balance zu finden. Balance – ein ganz neues Wort für mich damals; gerade im Ernährungsbereich.

Es gab viele Hochs und Tiefs, aber ich habe gelernt, dass Balance der einzig richtige Weg für mich und meine Gesundheit ist. Auf den sozialen Medien sieht man alle möglichen Ansätze, Ernährungsweisen, Heilungsmethoden und und und, die alle Besserung versprechen. Und jeder hat sicherlich auch etwas für sich, doch du musst bei allem deinen Weg finden.


So wird zum Beispiel Alkohol im Bereich chronischer Krankheiten und auch Spiritualität oft verteufelt. Denn Alkohol ist ja nicht gut für den Körper und macht alles nur noch schlimmer. Ja, Alkohol ist wirklich nicht das Beste für deinen Körper – egal ob krank oder nicht. Aber am Ende geht es darum, was du den Großteil deines Lebens tust.


Das 80/20-Prinzip für deine Balance

Was meine ich mit Großteil? Viele führen häufig das 80/20-Prinzip an, wenn es darum geht, Balance zu finden. Im Grunde ist damit gemeint, dass man am besten seine Vorsätze usw. einhalten kann, wenn man sich zu 80 % der Woche daran hält und aber auch 20 % der Zeit (meistens dann am Wochenende) das Ganze nicht so streng sieht und sich etwas Gutes tut, eine Pause gönnt, genießt …


Gerade was den Bereich Sport, Ernährung und insbesondere Alkohol angeht, finde ich dieses Prinzip super. Denn natürlich ist es wichtig, auf sich selbst und seine Gesundheit zu achten, doch

Genuss und einfach mal machen ist genauso wichtig. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass es auch wiederum Stress erzeugt und du dein ganzes Vorhaben viel wahrscheinlicher abbrichst, wenn du zu streng mit dir bist und dir alles verbietest, was dir Freude bereitet und dir gut tut. Wenn du also zum Beispiel am Wochenende gerne mit Freunden etwas trinken gehst, dann tu das auch weiterhin. Wenn du dich jeden Donnerstag zum Mädelsabend triffst und es gibt leckere Brownies, dann iss den verdammten Brownie ;). Denn wenn du dir solche Sachen verbietest, die du eigentlich gerne möchtest, denkst du zum einen viel mehr darüber nach und zum anderen kannst du den Moment gar nicht mehr genießen.


Doch es muss auch nicht das 80/20-Prinzip für dich sein. Vielleicht ist dir der Ansatz viel zu mathematisch und spricht dich einfach nicht an. Was ich sagen will, ist: Finde deinen Weg und sei nicht zu streng mit dir. Denn wir sind schließlich hier, um das Leben zu genießen und nicht, um Musterschüler zu sein, die sich immer brav an alle Regeln und Vorsätze halten. Doch es gibt noch einen Ansatz, den ich


Ein Buch, das mir die Augen öffnete

Als ich Anfang des Jahres auf Bali war, habe ich eine Woche lang geschwiegen. In dieser Zeit habe ich viele Bücher gelesen, doch eines hat mich dabei ganz besonders berührt und bewegt: Untethered Soul: The Journey Beyond Yourself von Michael A. Singer (deutscher Titel: Die Seele will frei sein: Eine Reise zu sich selbst).

Dieses Buch kann ich dir wirklich von ganzem Herzen empfehlen, denn es hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet und mir einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, bedingungslos das eigene Herz zu öffnen – egal, was passiert.


Im vorletzten Kapitel geht es schließlich um das Thema dieses Artikels: the secret of the middle way. Und die wichtigsten Punkte möchte ich in diesem Artikel mit dir teilen.


Das Geheimnis des Mittelweges

In dem Kapitel wird dieser Ansatz als die wichtigste spirituelle Lehre bezeichnet. Bereits der bekannte chinesische Philosoph aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. und Begründer des Daoismus, Lao Tzu („Alter Meister“) erkannte, wie wichtig es ist, stets den Mittelweg zu finden. Dabei sprach er von dem „Tao“ („Dao“ gesprochen), was wörtlich übersetzt „der Weg“ bedeutet.


„Tao“ ist etwas, das wir nie wirklich berühren können, sondern nur versuchen können, zu umschreiben. Es beschreibt die Balance zwischen Yin und Yang, feminin und maskulin, Dunkelheit und Licht. Wenn du Tao verstehen und leben möchtest, musst du es sehr langsam und einfach angehen. Sonst kann es sein, dass du es verpasst, auch wenn es direkt vor dir ist.


Am besten fängst du damit an, dir einfache, rhetorische Fragen zu stellen:

  • Magst du warmes Wetter? Ja. Was ist mit 55 Grad im Schatten? Du würdest eingehen.

  • Magst du es, im Sommer kalt zu duschen? Ja. Was ist mir -20 Grad kaltem Wasser? Du würdest erfrieren!

Das Pendel kann somit von Hitzeschock bis hin zu Kältestarre schwingen, zwischen zwei Extremen. Alles im Leben hat zwei Extreme, in Extremen kannst du nicht überleben, doch dazwischen befinden sich zahlreiche Abstufungen.

Aus der Physik wissen wir, dass, wenn du ein Pendel 30 Grad nach rechts ziehst und loslässt, es auch 30 Grad nach links schwingt. Dieses Gesetzt lässt sich überall auf der Welt wiederfinden: Wenn du dich tagelang zu Tode hungerst, wirst du danach alles in dich hineinstopfen, was du in die Hände bekommst.


Was ist „Tao“?

Tao befindet sich in der Mitte der Extreme. Es beschreibt den Ort, an dem es keine Energie gibt, die in die eine oder die andere Richtung zieht. Hier kann das Pendel zur Ruhe kommen. Es kann ganz in Ruhe seine Balance finden. Denn am Ende hat alles Yin und Yang. Und so bleibt das Pendel in voller Harmonie, wenn du den „Tao“ (Weg) nicht verlässt.


Denn wenn wir uns das Pendel anschauen, dann kann es nicht für immer bei einem äußersten Extrem bleiben, sondern immer nur für eine bestimmte Zeit. Doch wie lange kann es in seiner Mitte bleiben und sich somit nicht bewegen? Für immer. Denn es gibt an diesem Punkt keine Kräfte, die es aus dem Gleichgewicht bringen.


Das ist der Tao. Tao ist das Zentrum. Doch das heißt nicht im Umkehrschluss, dass es statisch und unveränderbar ist. Ganz im Gegenteil, Tao ist sehr dynamisch.


Alles in deinem Leben vereint Yin und Yang in sich, somit hat auch alles seinen eigenen Gleichgewichtspunkt. Und alle Gleichgewichtspunkte deines Lebens zusammen vereint ergeben den Tao. Deshalb hat Tao auch eine unglaublich Kraft und schenkt dir so viel mehr Energie. Doch wie kann das sein?


Die Kraft des Tao

Stelle dir vor, du möchtest von A nach B kommen. Läufst du dann von Seite zu Seite, ähnlich einer Sinuskurve, oder gerade durch? Wohl eher gerade durch – außer vielleicht du hast Langeweile oder zu viel Zeit ;). Umherzuirren dauert nicht nur viel länger, sondern kostet dich auch viel mehr Energie, es ist ineffizient auf allen Ebenen. Es ist viel effizienter, alle deine Energien auf den Mittelweg zu konzentrieren. Durch diese Bündelung deiner Kräfte wird alles in deinem Leben leichter, du erledigst deine Aufgaben schneller und und und. Das ist die Kraft des Tao.

Wenn du nicht mehr hin- und herschwingst, wirst du so viel mehr Energie haben. Wenn andere mehrere Stunden brauchen, bist du viel früher und entspannter fertig. Was andere komplett auslaugt, entzieht dir nur wenig Energie. Darin besteht der Unterschied, wenn du dich von den Extremen ablenken lässt oder wenn du zentriert durchs Leben gehst.


Dieses Prinzip lässt sich auf alle Bereiche deines Lebens übertragen. Denn wenn du deine Energie dafür verwendest, zu versuchen, die Extreme aufrechtzuerhalten, kommst du nicht voran. Du bleibst sozusagen stecken. Je extremer du bist, desto tiefer bleibst du stecken. Es ist, als würdest du dir eine immer tiefere Grube graben. Noch dazu nutzt du deine Energie nicht, um deinen Tao zu finden, sondern brauchst sie in den Extremen auf.


Der Mittelweg ist also der einzige Weg, der Tao, denn dann sind alle deine Energien ausgeglichen. Doch wie schaffst du es, dass dein Pendel aufhört, zu schwingen?


Das Pendel anhalten

Das ist einfacher, als du jetzt vielleicht denkst: Lass das Pendel einfach in Ruhe. Denn es schwingt nicht zu dem einen oder anderen Extrem, wenn du ihm keine Energie dafür schenkst. Lass die Extreme einfach los. Halte nicht weiter an deinen Extremen fest und dein Pendel wird ganz natürlich in der Mitte ankommen. Und sobald es dort ankommt, wirst du neue Energien schöpfen. Alle in den Extremen verschwendete Energie fließt nun zu dir zurück und steht dir zur Verfügung.

Michael A. Singer schreibt diesbezüglich: „Wenn du dich dafür entscheidest, dich zu zentrieren und nicht in die Extreme zu flüchten, wirst du den Tao kennenlernen. Du fasst ihn nicht an, du berührst ich nicht einmal. Am Ende ist es genau das, wie Energie sich verhält, wenn sie nicht dafür verwendet wird, um zu einem Extrem zu schwingen. Tao findet seinen eigenen Weg zur Mitte einer jeden Erfahrung, die dir im Leben begegnet und bleibt still in seiner Mitte. Tao ist hohl, leer. Genau wie das Auge eines Hurrikans, seine Stärke ist die Leere. Alles wirbelt um es herum, doch es bewegt sich nicht. Der Strudel des Lebens zieht seine Energie aus der Mitte und die Mitte zieht ihre Energie aus dem Strudel des Lebens. All diese Gesetze sind gleich – in Bezug auf das Wetter, die Natur und jedem Bereich deines Lebens!“


Wenn du so durchs Leben gehst, wird es viel einfacher und du wirst dich freier fühlen. Denn wenn dir jemand beispielsweise die Vorfahrt nimmt, hättest du dich früher vielleicht noch Stunden danach aufgeregt und deine Energie dafür verschwendet. Doch wenn du Tao wirklich lebst, bringt dich das nicht mehr aus deiner Mitte. Du spürst in dem Moment des Vorfahrtnehmens, dass dich bestimmte Energien aus deiner Mitte bringen und sich aufregen wollen, doch du entscheidest dich bewusst, loszulassen. Dadurch kommst du sofort in deine Mitte zurück. Du bist vollkommen präsent und im Moment. Dadurch bist du mit all deiner Aufmerksamkeit bereit für das nächste Ereignis in deinem Leben – und schwingst nicht noch mit deiner Energie von der einen zur anderen Seite.


Finde deinen „Sweet Spot“

Am Ende geht es also darum, dass du in all‘ den Bereichen deines Lebens deinen persönlichen „Sweet Spot“ findest, also den Punkt, an dem es nicht zu viel oder zu wenig ist, sondern einfach genau richtig. Dann lebst du Tao. Dann bist du stets präsent.


Dadurch wird dein Lebens so viel einfacher. Denn du lässt dich nicht mehr von äußeren Einflüssen und schon gar nicht von anderen Menschen aus der Ruhe bringen, du bleibst in deiner Mitte und schwingst nicht mehr zu dem einen oder anderen Extremen. Ein Leben in Extremen ist sehr verwirrend, weil du nie zur Ruhe kommst und dann fühlt sich das Leben auch verwirrend an und scheint dich oft zu überfordern. Doch eigentlich ist das Leben einfach, wenn du bei dir bleibst, in deiner Mitte, in deinem Tao.


Segel durch dein Leben

Michael A. Singer schließt das Kapitel mit einer schönen Metapher ab: dem Segeln. Und meiner Meinung nach kann kein Bild besser erklären, was es bedeutet, der Lehre des Tao zu folgen. Deshalb möchte ich zum Abschluss noch einmal dem Autor das Wort erteilen:


„Segeln ist ein unglaublich gutes Beispiel, denn es greifen zahlreiche Kräfte beim Segeln ineinander. Es gibt den Wind, das Segel, das Ruder, die Spannung der Seile … Es ist ein Zusammenspiel all‘ dieser Kräfte. Was passiert, wenn der Wind weht und du das Segel nicht richtig festhältst? Du kannst nicht richtig segeln. Was passiert, wenn du es zu sehr festhältst? Du könntest umkippen. Um richtig zu segeln, musst du das Segel genau richtig festhalten. Aber was heißt genau richtig? Damit ist der Punkt gemeint, an dem das Seil im Wind genau richtig gespannt ist, damit du entspannt segeln kannst – nicht zu fest und nicht zu lasch.

Stell dir nur dieses Gefühl vor, wenn der Wind sich genau richtig in das Segel schmiegt, du die Seile genau richtig hältst. Du fliegst förmlich über das Wasser und verspürst ein Gefühl der Balance. Der Wind dreht sich und du passt dich an. Du, der Wind, das Segel und das Wasser: Ihr seid eins. Alle Kräfte sind in Harmonie. Sobald eine Kraft sich ändert, ändern sich die anderen Kräfte im gleichen Moment. Das ist damit gemeint, wenn man sich auf dem Weg

befindet, im Zentrum, im Tao.


Beim Tao des Segelns gibt es keinen statischen Gleichgewichtspunkt, sondern vielmehr ein dynamisches Gleichgewicht. Du bewegst dich von Gleichgewichtspunkt zu Gleichgewichtspunkt, von einer Mitte zur nächsten.


Du kannst keine Erwartungen oder Präferenzen haben, du musst dich von den Kräften mitziehen lassen. Auf dem [goldenen] Mittelweg gibt es nichts Persönliches. Du lässt dich von den Kräften tragen. Du musst an einen Punkt gelangen, an dem es für dich nur noch darum geht, Balance zu finden und nicht um deine persönlichen Präferenzen, wie etwas zu sein hat. Und das gilt für dein ganzes Leben.


Je mehr du aus dem Gleichgewicht heraus handelst, desto mehr wirst du mühelos durch dein Leben segeln. Wenn du Tao lebst, passiert dein Leben, du bist da, aber du beeinflusst es nicht entsprechend deiner Wünsche und Erwartungen. Es gibt keine Last, keinen Stress. Die Kräfte tragen alles, während du in deiner Mitte bist. Das ist Tao. Der schönste Ort im ganzen Leben. Du kannst ihn nicht berühren, aber du kannst eins mit ihm sein.“


©2020 by Julia Wagner