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Was es mit „multiple healings“ auf sich hat

„Heilung bedeutet, dass der Mensch erfährt, was ihn trägt, wenn alles andere aufhört, ihn zu tragen.“ – Wolfram von Eschenbach



Wenn du auf diesen Blogartikel geklickt hast, dann hast du sehr wahrscheinlich mitbekommen, dass der kleine Wachrüttler einen neuen Namen und eine überarbeitete Website hat. Doch bevor ich darauf eingehe, wie es dazu kam, möchte ich mich erst einmal aus tiefstem Herzen bei dir bedanken, dass du dir die Zeit nimmst, meine Artikel zu lesen und mich unterstützt. Das bedeutet mir wirklich sehr viel und ich weiß, dass das alles andere als selbstverständlich ist. Und natürlich hoffe ich, dass ich dich mit „multiple healings“ weiterhin auf deinem Weg zur Heilung und persönlichen Entfaltung begleiten darf. Wenn du Tipps, Anregungen, Wünsche (z. B. für neue Artikel), Fragen etc. hast, dann schreib mir gern jederzeit: als Kommentar unter diesem Artikel, bei Instagram, Facebook oder einfach per Mail (julia@multiple-healings.com). Ich freue mich über jede einzelne Nachricht und beantworte sie natürlich auch. Doch nun zurück zum neuen Namen und wie es dazu kam:


Die Anfänge vom kleinen Wachrüttler


Die Idee, einen Blog zu starten, hatte ich bereits kurz nach meiner Diagnose, doch es hat noch

eine ganze Weile gedauert, bis aus der Idee Realität wurde. Als ich dann vor ungefähr 1,5 Jahren meinen Blog und meinen ersten Blogartikel veröffentlichte, konnte ich auf die tatkräftige Unterstützung von meine Familie, meinem Freund, Freunden und Freundinnen sowie meiner Patentante zählen. Sie lasen fleißig meine ersten Artikel und ermutigten mich, weiterzumachen. Dafür möchte ich euch allen an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich danken. Ohne euch würde ich heute nicht an diesem Punkt stehen, hätte meine Diagnose nicht so schnell so positiv verarbeitet und hätte wahrscheinlich auch nie diesen Blog gestartet.


Anfangs schrieb ich die Artikel auch größtenteils für mich und ich tippte sogar Passagen aus meinem Tagebuch ab. Es half mir, meine Gedanken zu verschriftlichen und einfach mal alles runterzuschreiben. Das Schreiben war somit meine Therapie. Damals wollte ich mich auch auf keinen Fall auf Instagram oder Facebook mit meinem Blog anmelden – zu groß war meine Angst, mich noch öffentlicher zu zeigen und meine Geschichte zu teilen. Doch irgendwann wurde mir klar, dass es bei diesem Blog im Grunde nicht um mich ging. Ich hatte ihn ins Leben gerufen, weil ich Menschen helfen, ihnen Mut machen und bei einem positiven Umgang mit Schicksalsschlägen unterstützen wollte. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und eröffnete ein Instagram-Profil. Doch bis ich dort ein Bild von mir (und auch auf dem Blog) oder gar eine Story von mir veröffentlichte, dauert es auch noch seine Zeit ;).


Kleiner Wachrüttler wird größer


Je mehr Menschen mir folgten und meinen Blog lasen, desto stärker wuchs in mir der Wunsch, mich mehr in diesem Bereich zu engagieren. Denn ich fühlte mich nach meiner Diagnose ziemlich allein. Das wollte – und will ich noch immer – ändern. Und so traf ich die Entscheidung, mich für eine Coachingausbildung anzumelden. Im Oktober letzten Jahres ging es dann ENDLICH im Institut für Coaching und Achtsamkeit in Berlin los. Von Tag eins an hat sich meine Intuition nur noch weiter bestätigt und verstärkt. Ich hatte das Gefühl, dass ich auf dem richtigen Weg bin.


Auf einmal war mein Vorhaben doch nicht mehr so „klein“


Doch je weiter die Ausbildung voranschritt und je mehr ich darüber nachdachte, wie ich im Bereich des positiven Umgangs mit chronischen Krankheiten und Schicksalsschlägen im Allgemeinen noch mehr tun konnte, desto mehr wuchs in mir das Gefühlt, dass der Name „kleiner Wachrüttler“ nicht mehr so ganz zu meinen großen Träumen und Visionen (dazu erfährst du mit der Zeit mehr :) ) passte.


Außerdem war „kleiner Wachrüttler“ stets mein Name für meine MS und die Diagnose, die mich ordentlich wachrüttelte gewesen. So gesehen war mein Wachrüttler auch nicht wirklich klein. Wenn ich ihn allerdings während Coaching- oder Therapiesitzungen beschreiben sollte, sah ich immer meinen kleinen bunten Wachrüttler, der mich überall hin begleitete und drauf wartete, dass ich mich endlich mit ihm auseinandersetzte und mein Leben in die Hand nahm.


Warum überhaupt Coaching und warum dieser Blog?


Jetzt fragst du dich vielleicht, was ich denn WIRKLICH als Coach und mit diesem Blog erreichen möchte? Bereits kurz nach meiner Diagnose habe ich festgestellt, dass man mit dem Ganzen ziemlich allein gelassen wird. Mir wurde der Boden unter den Füßen weggezogen und meine Familie und Freunde waren zwar da, um mich aufzufangen, doch auch sie waren ziemlich ratlos und standen selber unter Schock – verständlicherweise. Auf einen Therapieplatz musste ich lange warten, auf die Idee, ein Coaching zu machen, musste ich selber kommen und es auch selber bezahlen und im Internet gab es zum Glück bereits hilfreiche und ermutigende Blogs, doch auch zahlreiche Schaudergeschichte und Schwarzmaler, die alles nur noch schlimmer machten.


Als ich nach bereits 4 Monaten meinen zweiten Schub hatte, konnte ich mit der offiziellen Basistherapie beginnen, doch ich merkte schnell, dass die Nebenwirkungen alles nur noch schlimmer machten und ich mich einfach nicht gut fühlte. Mein Neurologe war zwar für mich da, wenn es um die Basistherapie und meine Blutwerte ging, doch wenn ich über alternative Heilmethoden sprechen wollte, erntete ich belustigende oder kritische Blicke.


Und über eine gesündere Ernährungs- sowie Lebensweise sprach er auch nie wirklich mit mir.

Das konnte doch nicht sein! Ich meine, wir leben immerhin im 21. Jahrhundert. Aber das einzige, was Ärzte heutzutage immer noch machen, ist dir Tabletten, Spritzen usw. verschreiben, um deine Symptome zu behandeln. Kaum einer spricht über ganzheitlich Ansätze, fragt nach der Ernährung, empfiehlt regelmäßige Bewegung, rät zu einer Therapie, um die seelischen Aspekte genauer zu beleuchten … Ich verstand einfach nicht warum.


Die Kraft, die eigene Gesundheit in die Hand zu nehmen


Heute bin ich der festen Überzeugung, dass wir selbst unser bester Heiler sind. Durch unser Gesundheitssystem werden wir häufig dazu verleitet, die Verantwortung für unsere Gesundheit und somit auch für ihren Verlauf größtenteils unseren Ärzten zu überlassen – schließlich haben sie das ja studiert und seit Jahren praktiziert. Doch wir müssen anfangen, uns selber zu informieren und unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.


In der westlichen Medizin wird häufig ein Medikament für eine Krankheit verschrieben („A pill for every ill.“) und somit erhält jeder Mensch mit der gleichen Diagnose die gleiche Behandlung. Doch gerade bei MS – die Krankheit mit den 1000 Gesichtern – und bei Autoimmunerkrankungen allgemein ist es meiner Meinung nach nicht so einfach. Wir alle haben unterschiedliche Symptome, Ausprägungen und Herausforderungen, mit denen wir tagein, tagaus konfrontiert werden.


Genau wie jeder von uns als Mensch einzigartig ist, haben wir auch alle individuelle Krankheitsbilder, die vielleicht ähnliche und teilweise die gleichen Symptome haben, bin ich der festen Überzeugung, dass die Ursachen – und insbesondere die psychischen, seelischen, tief im Herzen vergrabenen Ursachen – so unterschiedlich und vielfältig sind, dass das Konzept „eine Pille oder eine Spritze für eine Krankheit“ einfach nicht funktioniert. Außerdem sagen uns die Ärzte, dass keines der derzeitigen Medikamente auf dem Markt Multiple Sklerose oder andere Automimmunerkrankungen heilen kann. Sie verlangsamen lediglich den Verlauf – wenn wir Glück haben. Und dafür nehmen wir starke Nebenwirkungen in Kauf und pumpen brav jeden Tag noch mehr Chemie in unseren eh schon kranken Körper?


Der Heiler in dir


Mittlerweile glaube ich fest daran und habe diese tiefe Gewissheit in mir, dass jeder von uns sich auf seinen eigenen Weg der Heilung begeben muss. Doch das erfordert natürlich viel Kraft, Mut, Durchhaltevermögen und Zuversicht. Denn am Ende kennst DU dich selbst am besten, DU fühlst sofort, ob sich etwas richtig oder falsch anfühlt und du hast deinen Heiler bereits in dir. Nur leider haben wir häufig die Verbindung zu unserem inneren Heiler verloren.


Und genau deshalb habe ich mich auf meinen eigenen Weg der Heilung begeben, meine Basistherapie abgesetzt, probiere alternative Heilmethoden aus und schaue immer tiefer in meine

Seele und in mein Herz, was ich dort vergraben habe und was geheilt werden möchte. Und weißt du was? Das ist alles andere als immer einfach und ein schöner Spaziergang. Es gibt so viele Tiefs, aber auch wunderschöne Hochs. Manchmal möchte ich alles hinschmeißen und den einfacheren Weg gehen. Doch ich weiß, dass nur dieser Weg mich zu meiner Heilung führt und deshalb setze ich weiterhin einen Schritt vor der anderen, lichte immer weiter den Schleier und finde zurück zu meinem wahren Ich. Das Ich, zu dem ich im Laufe der Jahre immer mehr den Kontakt verloren hatte. Ich hatte den Fahrersitz meines Lebens verlassen und den Platz des Beifahrers eingenommen – kein Wunder, dass mein Körper, meine Seele und mein Herz mich irgendwann angeschrien haben, dass es so nicht weiter geht.


Auf meinem Weg lese ich so viele Bücher, Geschichten, Studien, schaue Filme, Dokumentationen und treffe Menschen, deren Krankheit seit Jahren nicht merh weiter fortschreitet oder die sich sogar selbst geheilt haben. Sie haben der westlichen Medizin den Rücken gekehrt und ihren eigenen Weg gefunden. Oder sie haben durch die Kombination von Medikamenten und weiteren Faktoren zur Heilung gefunden. All‘ das hat mir gezeigt: Es gibt nicht DAS Wunderheilmittel. Denn genau wie ich mit meinen Freundinnen und Kommilitoninnen Konferenzdolmetschen studiert habe und wir jetzt alle unseren eigenen Weg als Dolmetscherinnen gehen, so haben MSler zwar alle die offizielle Diagnose Multiple Sklerose (oder andere Autoimmunerkrankte alle eine Autoimmunerkrankung), doch der Weg zur Heilung ist genauso unterschiedlich wie die Krankheit. Für mich ist es deshalb die Krankheit mit den 1000 Gesichtern und den 1000 Wegen zur Heilung.


So kam es auch zu dem Namen „multiple healings“ (wörtlich: „multiple Heilungen“). Denn für mich bedeutet er, dass jeder von uns auf seine Weise heilen kann und dass nur du allein tief in dir weißt, wie du heilen kannst. Kein Arzt, kein Heiler, kein Forscher, kein Heilpraktiker der Welt kann und wird dir das Wundermittel auf dem Silbertablett servieren. Heilung beruht nicht auf einer Säule – Medikamente. Sie stützt sich vielmehr auf mehrere Säulen wie Psyche, Bewegung, Ernährung, soziales Umfeld, Beziehung zu dir selbst etc. Ich kann es einfach nicht oft genug sagen: Der Heiler ist in dir, wenn du bereit bist, dich auf die Suche nach ihm zu begeben.



Du musst den Weg nicht allein gehen


Bei genau dieser Suche möchte ich dich unterstützen: mit diesem Blog, auf Instagram, Facebook, im Rahmen von Coachings und mit vielen anderen Projekten in der Zukunft :). Wenn du das möchtest natürlich.


Denn wenn du dich dazu entscheidest, diese Reise anzutreten, wird sie – wie bereits gesagt – nicht immer einfach sein. Sie wird dich an deine Grenzen bringen, dich dazu pushen, sie zu sprengen und dich mit deinen tief in dir vergrabenen Schatten, Schmerzen und Scham konfrontieren. Doch die gute Nachricht ist: Du musst da nicht allein durch. Deine Familie, Freunde und viele andere Menschen werden dich begleiten, unterstützen und an deiner Seite sein. Und auch ich möchte dir mit „multiple healings“ einen Bezugspunkt anbieten, zu dem du jederzeit zurückkommen kannst und dir aufzeigen, was es alles für Heilungsmöglichkeiten


Lass dir bitte von niemandem erzählen, deine Krankheit wäre nicht heilbar oder du müsstest dein Leben lang an ihr leiden. Hab Vertrauen und glaube daran, dass es einen Weg zur Heilung gibt, DEINEN Weg zur Heilung. Dein Heiler in dir wartet nur darauf, dass du wieder mit ihm in Kontakt trittst. Denn du trägst bereits alles in dir. Glaub an dich und dass du zu so viel mehr fähig bist, als du denkst.


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©2020 by Julia Wagner